Liebe ist nicht nur Glück

Er fror nicht einmal.
Die Leere in seinem Kopf, der Schmerz in ihm, wurde von der Kälte betäubt.
Er wusste nicht einmal was geschehen war.
Wie es geschehen konnte.
Er wusste nur das es einmal wieder Streit gab.
Den ersten hatte er mildern können, in dem er sie hatte sich austoben lassen.
Den zweiten… wusste er nicht einmal warum.
Gut er ahnte es…
War es seine unüberdachte Äußerung über Malachais und seinem Frauengeschmack?
War es doch nur um ihr zu sagen, das er damit durchaus auch an sie interessiert hätte sein können wenn er Verdania nicht hatte.
“Fettnäpfchentreter!”
hörte er Adrians Stimme in seinem Kopf.
Wie oft hatte er seinen Freund das sagen hören? Wie oft hatte er mit einer unbedachten Äußerung jemanden vor den Kopf gestossen?
Gut zum Glück nicht bei Diplomatischen Gesprächen, wenn er Graf oder Ritter war, passierte es ihm viel weniger, als wenn er es gerade genoss nur Rafael sein zu können.
Wie es bei Corinne durfte.
Wenn er einfach sagen konnte was er gerade dachte.
War es jener Satz gewesen der sie in Rage gebracht hatte?
Zum zweiten Mal an diesem Abend.
Sie ließ es ihn auch nicht wissen.
Wollte mit Hudgarr ihren Frust rausboxen, mit ihm reden.
Zornig darüber, hatte er sich eine Flasche Rum genommen und war in den Garten gegangen.
Nicht bemerkend das sie ging.

Als er es bemerkte war sie lange schon fort.
Er ritt ihr nach.
Berchgard, ihr Haus … Leer.
Eisige Finger umklammerten sein Herz. Seine Gedanken überschlugen sich, während er sich zurück zum Rathaus begab.
Für den Moment hatte er überlegt einfach bei ihr zu warten.
Aber wenn sie nicht dort war, würde sie ihn wohl kaum sehen wollen.
Ihn nicht sehen wollen…
Erneut krampfte sich sein Magen zusammen. Wohin war sie gegangen? Sein Herz mitreissend?
Niemals mehr lieben das wollte er damals.
Er hatte es wieder getan. Sie hatte ihn mit ihrem Wesen dazu gebracht sämtliche um sich gebaute Mauern fallen zu lassen und sich mit seinem gesamten Sein ihr zu ergeben.

Als die Kälte dann doch begann seinen Körper hoch zu kriechen, entschloss er sich dazu mit dem Schiff zu seinem Lieblingsort zu fahren.
Dort wo er immer war wenn er nachdenken wollte, wo man ihn nicht kannte.
Fuachtero.
Eisig kalt doch auch wundeschön in dem Weiss das sich darbot.
Hier war er nur einer unter vielen.
Wobei Viele sehr hochgegriffen war. Er hatte außer Colin dem Bar und Herbergenbesitzer noch nie wen hier angetroffen.
So jedenfalls stapfte er dann zum Schiff und erstarrte.
Corinne …
Er musste blinzeln, hoffte das sie nicht nur Sinnbild seines Begehrens war, seines inneren Wunsches sie nun bei sich zu haben.
Wie sie da stand… verloren wirkend, so verletztlich, das er innehalten musste, sie nicht einfach in seine Arme zu ziehen. Ihr zu sagen das er sich schützen wolle, sie halten küssen, bis einfach alles wieder gut war.
So jedoch, starrte er nur, angespannt, die Selbstbherrschung auf einer harten Probe gestellt.
“Hast du was Warmes an?!”
Meinte er einfach ihrem Blick auweichend.
Ihr war nicht kalt.
“Komm!” meinte er einfch und ging an Bord des Schiffes, ohen zu sehen nur zu hoffen das sie ihm folgte.
Ihr schien es nicht viel anders zu gehen. Unsicher ihr Blick ihn nun wieder wie früher siezend.
Aber sie folgte ihm.
Das Schiff warf alte Erinnerungen auf.
Hier hatte er sie zum ersten Male in den Arm genommen.
Hier war ihre eigene kleine Welt gewesen wo sie einander nah sein konnten.
Im Moment verunsicherte es ihn jedoch und er atmete fast auf als sie Fuachtero erreichten.
Wortlos führte er sie in die Taverne, setzte sich mit ihr weitab von Colin der eh wenig Worte der Reichssprache verstand.
Er machte sich noch die Mühe etwas zu trinken zu holen dann setzte e sich zu ihr, den Blick fest auf sie gerichtet. “Ich will wissen was los war, ich verstehe nichts von dem was gerade passiert ist.” begann er sofort, und sie begann es zu erklären.
Natürlich hatte er sie mal wieder verletzt. Er hasste sich für den Moment dafür, verbarg es aber um ihr weiter zu zu hören.
Er war wütend auf sich , wütend auf Torjan … und doch fraß der Gedanke an ihm das es werden könnte wie mit Rahel damals sie Probleme mit seinen Freunden bekam.
Nein.. viel wichtiger war im Moment dieses … WIR.
Sie war unsicher geworden durch seine Worte, durch seine Vergangenheit, durch die ganzen Gerüchte die es gab. Gerüchte, denn er hatte seit Rahel vor 8 Monden keine Frau mehr gehabt. Und Rahel … nur ein .. ein einziges Mal hatte er ihr gegenüber diese drei Worte gesprochen die er Corinne jede Minute erklären und zeigen wollte.
“Selbst wenn ich interesiert gewesen wäre.” hatte er erklärt “Ich will dich heiraten? Das hatte ich niemals mehr in Erwägung gezogen.”
“Ich kann euch nicht heiraten Erlaucht” war ihre Antwort gewesen, was er nicht gelten lassen konnte. “Corinne ich habe eine Vergangenheit, das kann ich nicht leugnen, aber ich sehe mit dir meine Zukunft, und vorhin ich wusste nicht einmal was los war.”
Sie hatte ihn ruhig angesehen wärend sie dann meinte “Das habe ich nie verlangt oder erwartet. ich wusste sehr genau worauf ich mich mit euch einlasse”
Wusste sie das wirklich? Er hatte mühe sich zu bremsen als er begann auf zu zählen.
“Nein ich glaube nicht wirklich. Du kannst nicht mit mir streiten, Ich verletzte dich dauernd, bringe dich in Rage trete von Fettnapf zu Fettnapf…” sie unterbrach ihn mit einem Satz..
Einem einzigen der ihn sofort berührte, ihn Lächeln ließ.
“Wenn wir streiten endet es nur damit das wir beide zerbissen und zerkratzt sind.”
Ein Satz der die ganze Situation entspannte.
Er verstand ihre Wut, ihre Unmut als sie erklärte was genau vorgefallen war und doch wirkte sie gebrochen als sie erklärte was sie immer und immer wieder durchgemacht hatte, wegen ihm. Von seinem Brief angefangen, den Gerüchten bis jetzt.
Liebe …
Nein das war kaum ihr Problem.
Sie liebten einander.
Und doch standen sie hier und stritten.
Teilweise redeten sie einander vorbei, und er wusste noch immer nicht was sich geändert hatte, Es waern die gleichen Gefühle… die gleiche Sehnsucht.
Doch sprach er aus was er für den Moment dachte.
“Nur willst du mir nicht mehr so nah sein … außerhalb?”
In seiner Stimme klang wohl die Wut, der Zorn mit den er in diesem Moment fühlte, als er auch bemerkte das er die Tränen die in ihm aufstiegen nicht mehr zurückhalten konnte.
Er wollte sie nicht verlieren.
Sie nicht und auch seine Freunde nicht.
Corinne musste jenen Unterton wohl gehört haben denn sie wich unsicher zurück .
“Ich will dir IMMER nah sein.” wisperte sie und löste damit die Verzweifelung in ihm erst recht aus.
“DANN TU ES DOCH VERDAMMT!!!” brüllte er, sah sie mit Tränenverschleiertem Blick an.
Ich wollte nie wieder eine Frau wirklich lieben…
Dann kamst du!
Ich wollte nie wieder auch nur an Heirat denken…
DANN kamst du!!!
Ich wollte mich nie wieder an jemanden verlieren…
Dann kamst du
Und jetzt steh ich hier und weiss nichts mehr. Ich wollte dich nie verletzen! Dir nie weht tun.”
“Das hast du auch nicht, aber versteh doch… du bist in so vielen dingen der erste.
was für dich unzählige male geschehen ist, ist für mich das erste mal.”
“Und in manchen Dingen möchte ich auch der Letzte bei dir sein. Verdammt.”
“Ich habe angst ohne dich diesem… diesem… haifischbecken ausgesetzt zu sein
du sollst verdammt nochmal in all diesen dingen der letzte sein weil du der richtige bist.”
“Und was ist nun anders?” fragte er voller Wehmut
“Es ist nichts anders. Ich verstecke es nur nicht mehr vor dir das ich angst habe ohne dich zu sein.”
Fast perplex sah er sie an.
Angst? … Sie hatte Angst.
Das war kaum vorstellbar für ihn.
Sie war stets eine Frau die wusste was sie wollte. Niemals hatte er gedacht das es irgendetwas gab das sie fürchten konnte.
Fast unbeherrscht zog er sie in seine Arme, als der Damm zu brechen begann, und er seiner Sehnsucht nach gab, und sie schmiegte sich hinein.
Es fühlt sich so richtig an so vollkommen.
Er hatte nie das Gefühl gehabt sie brauchte wirklich jemanden der sie schützte, gar das sie dies nicht wollte und doch war sei verletztlicher als er es hatte sehen wollen.
Welch Narr er war.
Leise, still die Nähe genießend, hielten sie sich
Sprachen über ihre Gefühle über das was war und es dauerte so auch nicht wirklich lange bis ihre Herzen wieder im Einklang schlugen.
Gemeinsam fuhren sie zurück nach Berchgard.
Hielten sich genossen die Nähe die sie einander geben konnten, und die Nacht die sie diesmal miteinaner verbrachten war durchtränkt von der Leidenschaft, und der vergangenen Angst einander zu verlieren.

Liebe tut weh

Sie betrachtete den schlafenden Mann an ihrer Seite mit einem liebevollen Lächeln. So vertraut, beinahe schon schmerzlich vertraut. Sie kannte, liebte, begehrte die Züge die sein Gesicht zeichneten. Im Schlaf war es entspannt, die grauen Augen geschlossen und das Haar fiel ihm ungebändigt in die Stirn. Beinahe hatte er in solchen Momenten etwas wildes an sich. Zärtlich streckte sie die Hand aus, strich eine der Haarsträhnen zurück und beobachtete wie er einen Moment lang jungenhaft lächelte. So ungern er es auch hören möchte, für sie war er wunderschön.
Sicherlich, sie hatten ihre Probleme miteinander, beide waren überaus stur, temperamentvoll und kannten die Schwächen des jeweils anderen gut genug, um so manchen kleineren Seitenhieb zu landen. Alashar war für ihn ein solcher Seitenhieb, obwohl sie es nicht verstand. Natürlich war er wortgewandt, er war charmant und sah gut aus, doch ihm fehlten all die Kleinigkeiten, die sie an Rafael so sehr liebte. Wie konnte er nur denken, das sie auch nur einen anderen in Erwägung ziehen würde, solange er am Leben war? Wo Rafaels Bewegungen geschmeidig waren, von kaum gezügelter Kraft sprachen, da waren die des Hochedlen zwar ebenfalls geschmeidig, sprachen aber eher von guter Erziehung als von kaum unter Kontrolle gehaltener Kraft. Die charmanten Worte die Rafael so sehr in Rage brachten das er immer wieder mit dem Gedanken spielte den Hochedlen zu verletzen, vielleicht gar umzubringen, wiesen zwar auf gute Umgangsformen hin, doch fehlte ihnen der hintergründige Charme den ihr Liebster an den Tag legte.
Nein, beide wiesen genug Ähnlichkeiten auf, das Alashar ihr sympathisch war, doch zu wenig um ihn als Partner in Betracht zu ziehen. Sie wollte ihren Rafael, den aber dafür für sich allein. Das allerdings gestaltete sich alles andere als einfach, denn immer wieder begegneten ihr Frauen aus seiner Vergangenheit, Gerüchte über sein Liebesleben, und so manches Mal verletzte der Stachel der auf ihr Herz zielte sie auch. Sie liebte ihn, sie vertraute ihm und doch… was war mit dieser Freifrau. Sie könnte er sofort heiraten, und Temora, wer würde ihn nicht sofort nehmen wollen wenn er sich anbot? Er war der perfekte Liebhaber, der perfekte Gefährte. Sanft, einfühlsam, charmant, wortgewandt und nebenher ein hervorragender Tänzer und Reiter.
Einen Moment wurde der Blick aus den grünen Augen nachdenklich, während sie die Narben betrachtete, die seinen Oberkörper bedeckten. Er hatte mehr als eine Schlacht geschlagen, und für jemanden der das wahrnahm und nicht, wie sie, Kämpfer war, würden sie vielleicht sogar hässlich anmuten. Wie sollte sie ihm erklären, dass all das für sie kein Zeichen von Hässlichkeit war, sondern ihr nur zeigte das er gekämpft hatte und noch lebte? Wie sollte sie ihm vermitteln, das diese Narben Schutz und Mut versprachen? Sie würde es nicht können, das wusste sie insgeheim auch. So wenig wie sie ihm vermitteln könnte, das kein Mann für ihn eine Bedrohung darstellen würde, so wenig wäre sie in der Lage ihm zu erklären, warum sie über diese Narben hinwegsehen konnte, warum sie den Mann der sie trug nicht entstellen konnten.
Ihr Blick wanderte auf die linke Hand. Ein Ring. Schlicht aus Gräsern geflochten die aus dem Elfenwald stammten. Der wohl ungewöhnlichste Verlobungsring den man sich denken konnte , und mit Sicherheit keiner der für die offizielle Verlobung, die folgen würde sobald sie wirklich heiraten durften, taugte. Er welkte schon, doch er bedeutete ihr mehr als die mit Edelsteinen versehenen Metallringe, die man sonst zur Verlobung verwendete. Sie konnte sich gut daran erinnern, wie er ihn ihr gegeben hatte, verbunden mit dem Versprechen, das er sie zur Gemahlin nehmen würde, sobald es ihm irgend möglich war. Bald schon würde sie ihn abnehmen und in ein Buch legen, um ihn dort zu pressen und so als Erinnerung zu bewahren. Der Moment allerdings würde ihr für immer bleiben, die Erinnerung an den Ring an ihrem Finger immer schwerer wiegen als es das filigrane Gebilde jemals getan hatte.
In manchen Augenblicken zweifelte sie an sich selbst. War sie wirklich gut genug für ihn, das was er brauchte, oder war es nur ihre Aufgabe gewesen die Mauer um sein Herz zu brechen um ihn dann einer anderen zu überlassen? Sie hoffte das es nicht so war. Sehnsüchtig kuschelte sie sich an ihn um mit seinem Geruch in der Nase einzuschlafen. Nein… sie würde ihn niemals aufgeben.

Eifersucht ist Leidenschaft …

… die mit Eifer sucht was Leiden schafft.
Und jene Eifersucht brannte immer wieder heiß und hoch in ihm, das er Mühe hatte jenes Gefühl des wilden dreinschlagens zu bezwingen.
Natürlich hatte er vor Corinne auch geliebt, aber so eine grimmige Furcht es könnte sie jemand anderer haben, sie sich jemanden hingeben, brachte ihn wahrlich halb um den Verstand.
Was war nur los mit ihm?
Nur Corinne selber vermochte es jedesmal ihn wieder zu bändigen, ihn zu beruhigen, seinen wild rasenden Herzschlag zu verlangsamen, fast als würde sie sein Herz in ihrer beide Hände nehmen, es schützend mit ihrer Liebe umhüllen.
Inzwischen gelang es ihm auch sehr gut sich zu beherrschen…
Ging es nicht um den Hochedlen von Drakenfeld.
Ging es um ihn setzte bei Rafael jede Logik, jedes Klare Denken aus.
Jener Mann der gen Corinne so klar signaliesierte, das er sie wollte.
Gar eine Zukunft vielleicht mit ihr an zu streben gedachte, war stets so direkt das er sich immer wieder kurz davor sah diesem Mann zu sagen, das Corinne zu ihm gehörte.
Das niemand sie ihm wegnehmen könne, das sie heiraten würden, das er, Rafael es war der diese Frau liebte und der Hochedle geälligst die Finger und die Augen von ihm zu nehmen hatte.
Dies Alles wollte er ihm entgegenschreien.. obwohl, all das mit weniger viel weniger Worten.

Das Aufeinandertreffen mit dem Hochedlen, der Corinne immer wieder in einer Weise ansah, das Rafael Mühe hatte seine Eifersucht zu zügeln, hatte den Ritter wahrlich aus der Bahn geworfen, wie es nie zuvor ein anderer Mann geschafft hatte.
Doch wäre er nicht Ritter, wenn er seine Gefühle hätte nicht zu überspielen gewusst.
Doch Corinne hatte ihn längst durchschaut.
“Auf ein Wort! Erlaucht! Jetzt!”
Hatte sie ihm empfohlen und ihm gar keine Chance zur Flucht gelassen, die er in dem Moment wohl hatte antreten wollen.
Mit dem Stolz einer Adeligen war sie die Treppe hoch geschritten, um dann sobald er ihr gefolgt, und sie alleine waren, ihm die Arme zu fallen.
Er konnte gar nicht anders als sie auf zu fangen, sie dann verzweifelt fast an sich zu drücken und genauso zu küssen.
All seine Verzweifelung brach sich Bann, und Corinne fing ihn auf.
Eigentlich sollte er der Starke sein, Der Beschützende doch ging es um ihre Liebe war sie es.
Rafael vermochte einfach diese in seinen Augen Unfehlbarkeit des Hochedlen nicht zu übersehen.
Natürlich war jener kein Ritter, Aristrokatisch eher.
Der Redegewand, Gut aussehend und vor allem Charmant auftrat.
Die Frauen mussten ihm zu Füßen liegen, aber er? Er wollte Corinne!
Natürlich verstand er ihn.
Er hätte keine bessere Wahl treffen können, und doch versetzt es ihm jedesmal einen Stich wenn Corinne auf seine Flirtversuche einging.
War sie doch früher immer eher sarkastisch ihren Gegenübern entgegen getreten, war sie hier sanft wie ein Lamm.
“Ich habe früher jeden Mann weggebissen.” hatte sie ihm doch erklärt gehabt.
Jeden Mann der sie nicht interessierte.
Rafael hätte sich selber am liebsten seine Ohrfeige gegeben.
“Wach endlich auf! Sie liebt dich! Sie will dich! Heiraten!”
Versuchte er sich zu beruhigen, aber es klappte nicht.
Immer wieder sah er das Gesicht des Hochedlen vor sich.
Makellos, charmant, und in Sachen Sprachgewandheit, vermochte Rafael ihm nicht das Wasser zu reichen.
Zum ersten Mal in seinem Leben kam sich Rafael einem Mann unterlegen vor, ohne das sie hatten kämpfen müssen.
Es war auch eine andere Art des Kampfes.
“Sie kennt solch Charmante Männer wie euch nicht, Rafael. ” hatte Mariella gewarnt.
“Natürlich verliebt sie sich in einen Ritter in golderne Rüstung, einen Grafen.”
Tat sie das? Was wenn Alashar der Graf wäre und Rafael nur der Ritter? Würde sie ihn lieben wie sie es jetzt tat?
Die Gedanken schossen ihm nur so durch seinen Kopf und doch war da diese Stimme die immer wieder wisperte.
“Sie liebt dich!”
“Sie liebt dich.”
Und doch war es ihm so schwer sie zu glauben, war sie gerade nicht bei ihm neben ihm, würde ihm mit kleinen Gesten, Blicken diese drei kleinen Worte fühlen lassen. Wenn er zweifelte sobald Alashar da war.
Temora verzieh ihm hoffentlich seine immer wieder aufkeimende Wut, er konnte es einfach nicht hinnehmen das solch Mann ausgerechnet sie hofierte, und vor allem das Corinne es nicht einmal merkte.
Sie merkte es nicht.
Während Rafael so manches Mal neben ihr saß, mit Mühe um seine Selbstbeherrschung kämpfte, schenkte Corinne diesem Hochedlen noch Hoffnung, in dem sie ihn anlächelte in einer Weise die dem Flirten sehr nahe kam.
Glücklicherweise schien sie aber auch ein Gespür dafür entwickelt zu haben, zu bemerken wann Rafael kurz davor war das ihm der Kragen platzte und schon war sie wieder die Löwenbändigerin die ihn meist, egal wie zur Ruhe brachte.

Auch an diesem Abend hatte nicht viel gefehlt, und er wäre aufgestanden um Alashar zu zeigen das Corinne zu ihm gehörte, aber auch hier, ein Blick eine beruhigende Geste, ihre Hand verstohlen an der Seinen und er spürte wieder wie er durchatmete.
Selbst der Priester Julian, Hudgarr hatten bemerkt wie sehr Alashar darum bemüht war, Corinne zu gefallen.
Auch wenn sie es nicht bemerkte, Rafael immer wieder versuchte zu erklären da wäre nichts.
Jetzt gab es die Bestätigung.
“HAH! Hab ich es dir nicht gesagt!” hätte er am liebsten ihr entgegengerufen.
Doch hatte er es bei einem knappen, triumphierenden Blick belassen.
Das aller Schlimmste jedoch war, das er sie würde gehen lassen wenn sie es wollte.
Alleinig weil er für sie das größte Glück erhoffte.
Mit ihm, oder ohne ihn.
Er wollte das sie ihr leben Lebte wie sie es wollte, nein… brauchte.
Vielleicht war es auch diese Freiheit die er ihr immer wieder schenkte, der Grund das sie bei ihm war. Wie ein Falke der immer wieder zu seinem Herrn zurückkam weil dieser ihn nicht wirklich festhielt.
Dabei hielt er sie fest.
Ganz fest.
Vermeinte kaum mehr atmen zu können ohne sie.
Und doch vermochte er ihr nich alle Freiheiten geben zu können.

Es war schon spät am Abend gewesen, und Rafael hoffte bald mit ihr alleine sein zu können.
Mit ihr Reden, sie im Arm halten, und als er sah das sie fror, bot er an ihr einen Umhang zu holen.
Ihr Haus war ja nicht weit.
Er ging hinüber, schlich in den Keller, um ihren Mantel an sich zu nehmen.
Dann jedoch setzte sich einen Moment auf das Bett.
Nachdenklich den Mantel an sich gedrückt.
Er war ein eifersüchtiger Narr, und doch vermochte er dieses Gefühl einfach nicht zu unterdrücken.
Er dachte an sie, stellte sie sich vor wie sie in seinen Armen lag und wusste es war wirklichkeit, kein Traum mehr. Aus dem Ich, war längst ein Wir geworden.
Auf den Umhang jedoch, musste Corinne nun wohl doch warten.
Denn Rafael war über jene Gedanken, den Umhang wie eine Geliebte in den Armen haltend, eingeschlafen.

Oftmals kommt es anders, zweitens als man denkt

Schuldbewusst blickte er auf Corinne die neben ihm so vertrauensvoll in seinen Armen lag.
Er vermochte den Blick nicht von ihr zu wenden und mit jedem Augenblick brannte sie sich mehr in sein Herz, in seine Seele, wurde gar ein Teil von ihm den er nie wieder missen wollte.
Sie war zu seinem zweitem Ich geworden, und während er versonnen ihre Schulter streichte, flüsterte er leise zu ihr .”Wie kann es genug sein, wenn du noch viel mehr bist? Wenn der Wind mich berührt bist du es, Wie könnt ich nur je wieder von dir lassen ohne das ich dabei zerbreche.”
Sie hörte seine Worte nicht, doch sie kuschelte sich enger in seine Arme und er zog sie nur zu gerne an sich.
Er sollte Bereuen was heute Nacht passiert war doch ein Teil von ihm konnte es einfach nicht.
Zu lange schon hatte er gewusst das er sie liebte.
Zu lange schon die Ketten der Etikette auf sich gespürt die sie Beide einengten.
Zu wissen jemanden zu lieben … zu wissen von diesem jemanden geliebt zu werden war der Himmel auf Erden und das Gefühl zu fliegen konnte sicher nicht schöner sein.
Doch jene Liebe nicht leben zu dürfen war eine Qual.
Jede heimliche Berührung jeder gestohlene Kuss erleichterte diese Qual nur für den Moment, nur um die Sehnsucht mit Macht einer Sturmflut zurückkehren zu lassen.

Er wollte mehr. Er wollte so viel mehr.
Er wollte sein Glück herausschreien. Er wollte aller Welt sagen. “Seht her sie liebt mich! MICH! Sie ist ein Teil von mir und ich liebe sie!
Ich liebe sie !!!
Wie lange hatte er jene drei Magischen Worte nicht mehr gesagt. Und jetzt vermochte er sie kaum zurück zu halten, weil sein Herz diese Worte lebte.
Angelina … sie war niemals damit klar gekommen was er war. Er hatte sie geliebt aber ihre Liebe hatte keine Chance gehabt.
Felicitas … nein. Inzwischen war er sich sicher das ihre Ehe auf ganz anderen Dingen basiert hatte als auf wahrer Liebe.
Rahel?
Er lächelte müde. Sie hatte ihn immer zwischen die Stühle gesetzt hatte ihn erdrückt und in all den Jahren, hatter er nur einmal ihr diese Worte gesagt.
Worte die er Corinne heute nie oft genug hatte sagen können. “Ich liebe dich.” Flüsterte er und lächelte dann.
Nein… Niemals zuvor hatte er je so geliebt, und er kam sich bald wie ein Tor vor wie sehr er sich nach ihrer Zärtlichkeit sehnte. Ein Blick von ihr, ein Lächeln und er war erfüllt von unsagbarem Glück.
Wie ein Jungspund musste er wirken der zum ersten Male die Liebe spürte.
Heisse Eifersucht wenn auch nur ein anderer sie ansah.
Er war verloren.
Verloren in den Tiefen seiner Sehnsucht.
Wie sollte ihm eine flüchtige Berührung, reichen?
Er wollte sie, wie er lange keine Frau gewollt hatte, und doch wollte er gerade durch seine Enthaltsamkeit ihr zeigen wieviel sie ihm bedeutete.
Sicherlich hätte er auch einen Weg gefunden dies durch zu halten…
Wenn das Wörtchen Wenn nicht gewesen wäre.

Anfänglich zarte Bande, konnten zu einem Orkan werden.
Heimliche Küsse, zur wahren Leidenschaft,
Fühlte es sich doch so richtig an, wann immer sie einander im Arm hielten.
Gar das Bett teilten ohne sich Näher zu kommen, doch den Wunsch nach diesem Mehr in den Augen des anderen zu sehen, war die schiere Qual.
Und immer öfter, begannen sie dabei mit dem Feuer zu spielen.
So nah vor dem Abgrund das nur ein Funken genügt hätte sie beider ihre Selbstkontrolle verlieren zu lassen.
So oft lag er des Nachts neben ihr, schwer atemend, das Herz bis zum Halse pochend, erfüllt von dem Begehren nach ihr.
Die eine Nacht, nur einen Herzschlag davon entfernt ihr die Unschuld zu rauben, im Wissen darum das sie sich ihm vertrauensvoll anvertraut hätte.
Sie war die Versuchung selber, wann immer sie nur ansah, wissend das sie sicherlich die Sünde wert gewesen wäre, doch auch im Wissen, ihr die Ehre nicht zu rauben, was ihm immer Stütze war in seiner sich selber auferlegten Enthaltsamkeit.
Jene jedoch arg zu wackeln begann als sie ihm klar machte mit jedem Blick mit jeder Geste und noch verstohlener Zärtlichkeit das es ihr genauso sehr nach ihm verlangte wie ihm nach ihr.
Noch mehr wackelte, als sie ihm klar zu verstehen gab das sie nun einen Tee von Varla bekam der das Schlimmste verhinderte, falls sie einmal in die Verlelgenheit kämen sich sich einander hin zu geben.

Temora wie hatte er geschwitzt.
Kurz davor das kälteste Bad seines Lebens zu nehmen.
Die Vorstellung ihres Einverständnis, die Vorstellung ihrer Leidenschaft und Zärtlichkeit, mit dem Wissen es war nicht gefährlich, es konnte nichts passieren, war die Versuchung pur.
Wie ein Wispern das ihn immer wieder verlockte und doch wollte er warten.
Warten und wenn es je soweit kam es für sie, so möglich zum schönsten Erlebnis für sie machen, denn er wusste was sie ihm damit gab. Was sie dafür aufgab.
Ein Essen zu zweit bei Kerzenschein … Blumen, viele Blumen.
Danach ein Tanz … sie sollte sich sicher fühlen bei ihm, ihm vertrauen wohl fühlen…
Ein Bad … er wollte sie ganz sacht und zärtlich verführen …
Doch es kam alles Anders.

Die Wut in ihren Augen ließen jene wie Smaragde glühen und wäre er nicht gerade Zornig auf sie gewesen, hätte es es durchaus wahr genommen und wäre wohl in diesem Blick gefangen gewesen.
So jedoch brüllte auch er sie an, ließ seine Wut sein Unverständnis freien Lauf, und doch wussten Beide das dies nicht der Ort war um einen Streit so offen aus zu tragen.
So ritten sie zu seinem Haus, trafen sich dort, wo er sie dann direkt hineinzog.
Es musste niemand mitbekommen wie wütend sie in diesem Moment auf einander waren.
Himmel im Nachhinein hätte Rafael nicht einmal mehr gewusst warum überhaupt.
Im Hause selber funkelten sie einander an, und als sie ihn weiter beschimpfte, trug er sie einfach hinab in den Keller wo man sie sicherlich von draußen nicht beobachten oder hören konnte.
Worüber stritten sie ? Er wusste es nicht mehr
Ihre Blitzenden Augen die vor Wut nur so übersprühten …
sie waren bezaubernd, und ihre Worte … er hörte sie nicht mehr.
Seine Wut schlug um in fast verzweifelte, gar wilde Leidenschaft.
Die Küsse mit der er den ihren begegneten, hatten nichts mehr von Sanftheit und Zärtlichkeit, eher die Verzweifelung über ihre verborgene Liebe, die ungesagte Sehnsucht, die sich nun Bann brach in einem Sturm der Leidenschaft.
Ein Feuer brannte in ihm das nur noch sie hätte Löschen können, doch sie brannt genauso.
Ein Essen…
Tanz…
Ein Bad…
Wie hatte er nur so die Kontrolle über sich verlieren können.
Noch nie zuvor hatte er mit solch Verzweifelung und so einer Unbeherrschtheit geliebt.
Reue … er hätte Reue empfinden müssen.
Doch er tat es nicht.
Die Nacht mit ihr war so vollkommen, und was er anfangs an ungezügeltem Begehren gezeigt hatte, machte er wieder wett, in dem er sie später erneut.. und erneut liebte, und dieses mal in vollenderter Zärtlichkeit.
Er lernte soviel in dieser Nacht von ihr.
Die Leidenschaft aber auch Sinnlichkeit die sie an den Tag legte, machten ihm bewusst das er nie genug von ihr bekommen konnte.
Wie der Griff nach der verbotenden Frucht, von der man, so man sie ersteinmal probiert hatte, niemals wieder genug bekommen konnte.
Er hatte sich vollkommen in ihr verloren, und sie war vollends zu einem Teil von ihm geworden.
Zwei Finger auf die Lippen legend … Ich liebe dich.
Jene zu seinem Herzen führend … von ganzem Herzen.

Nicht nur ein Ring

Versonnen betrachtete er den Sonnenaufgang.
Wie das Rot der Sonne das Grau des Morgens vertrieb.
Genauso fühlte er sich.
Corinen war diese Sonne die den Ring den er immer um sich, um sein Herz getragen hatte gesprengt hatte und ihm zeigte wie schön es sein konnte zu Leben, zu Lieben.
Ja er liebte diese Frau.
Ihr Wesen glich so sehr dem Seinen, er wusste kaum wann er je eine Frau so geliebt hatte wie er es jetzt tat. Angelina? vielleicht. … Feli ? Rahel? Nein niemals.
Er kam sich fast wie ein kleiner Schuljunge vor wenn er bei ihr war, schüchtern, die Angst etwas falsch zu machen und mit der Gewissheit sie auf Händen tragen zu wollen.
Dazu jedoch kam diese Angst sie zu verlieren, diese höllische Eifersucht die ihn jedesmal packte wenn er nur glaubte jemand flirtete mit ihr.

So lange hatte er sich vor diesen innigen Gefühlen für Corinne gesperrt gehabt.
Solange diese verleugnet und jetzt da sie sich Bann brachen war es wie ein nie stoppender Vulkan der ihn schier brennen ließ.
So wollte er ihr zeigen wie ehrlich seine Gefühle für sie waren, indem er dem Herzog davon in Kenntniss setzte wie es ihm ihn bestellt war und ihn um Rat bat,
Er wollte ihr zeigen das er sie nicht nur begehrte, er wollte bis zur Hochzeit um sich ihr inniger zu nähern, ihr jedoch gleichzeitig die Sicherheit geben das er für sie da sein würde.
Genau aus eben jenem Grunde war er auf die verrückte Idee gekommen ihr einen Ring zu schenken.
Doch kein einfacher Ring war es gewesen.
Denn als ihm die Idee kam waren sie weit weg von den Städten.
Mitten im Nebelwald.
Fast hatte er sich selber einen Narren gescholten als er in das Hohe Gras ging, dort Halm für Halm penibel aussuchte um jene dann zu einem Ring zu flechten.
Einem Ring aus Gras.
Fast hatte er damit gerechnet sie würde ihn auslachen. Aber das tat sie nicht. Auch wenn er bei den Worten ein wenig stotterte
“Ich möchte das du meine Gemahlin wirst. Mit mir mein Leben teilst, an meiner Seite.
und sobald ich werben darf, so werde ich es, und sobald ich darf, werde ich dich fragen erneut
fragen ob du gewillt dazu bist, und bis zu diesem Zeitpunkt, soll dir dieser Ring hier Kraft geben.. Das wissen um meine Liebe.”
Jetzt war es heraus gewesen, und statt zu Lachen, hatte Corinne ihn umarmt, ihm gesagt das sie sein Werben annehmen würde, und das sie ihn Liebe.

Sie liebte ihn wie er sie.
Niemals hatte er das für Möglich gehalten das ihm noch einmal solch Glück widerfahren sollte. Jener Ring würde sie erinnern das sie geliebt wurde, auch wenn sie es sich nicht zeigen durften. Der Tag jedoch würde kommen.
Doch wusste Rafael auch das der Ring aus Gras mit der Zeit welken würde, und dann?
Der Gedanke das sie irgendwann ein verwelktes Etwas am Finger tragen würde gefiel ihm so gar nicht, und jeden Tag einen neuen Ring flechten ging auch nicht wirklich.
Die Tatsache das der Ring also nicht ewig halten würde, trug er Tag für Tag mit sich herum bis ihm dann eine Idee kam.
Abaan Bashir!
Der Menekaner verkaufte oft auf dem Markt Schmuckstücke.
Es würde sicherlich nicht billig sein, aber durchaus möglich.
Ein Ring der in Farbe an Gras erinnerte, und auch so geflochten war.
Rafael war selber von dieser Idee begeistert, und so begab er sich direkt nach Menek’ur um den Schmied zu bitten ihm einen solchen Ring her zu stellen.

Neue Pfade

Das alte Leben verbraucht
Den faden Atem verhaucht
Ins kalte Wasser getaucht
Kein Ziel nur fort von hier
Das Leben war zerronnen mir
Ein Flügelschlag vom Tod entfernt

Wie oft hatte er sie schon vom Rande der Verzweiflung zurück geholt? Er hatte sie in Todesangst, in nackter Panik, Wut, Hass, Verzweiflung gesehen. Und er liebte sie dennoch. Er hatte sie in Freude, Enthusiasmus, Spott gesehen und akzeptiert wer sie war. Dennoch, die ständigen Bevormundungen, die Vorschläge, Anweisungen hatten ihr den Lebenswillen geraubt. Sie kam sich vor wie ein Adler im Vogelkäfig, die Flügel gestutzt und in dem beschnitten, was sie eigentlich sein wollte, sein sollte. Sie hatte kein Ziel mehr, konnte den eigenen Weg, ihre eigenen Möglichkeiten nicht mehr sehen, zu sehr wurde alles überschattet von den Worten „Du musst“ „Du sollst“ und „Du darfst nicht“. So oft hatte sie darüber nachgedacht, ihrem Leben mit der eigenen Klinge ein Ende zu setzen. Und dann? Dann hatte sich alles verändert.

Einfach voraus geschaut
Und Mauern abgebaut
Fang einfach an und lauf
Wohin dein Weg dich führt
Zeig mir die Tränen die du weinst
Sei wie du bist – Du darfst es sein

Nyome war im Rathaus aufgetaucht. Ein Mensch, ein Kind noch dazu, das jemanden brauchte der für es sorgte. Sie haderte mit sich. Dachte darüber nach ein Waisenhaus zu gründen, einen Ort an dem Kinder ohne Eltern glücklich werden und in Ruhe behütet und beschützt aufwachsen konnten. Aber wo? Wie? Wer sollte es bezahlen? Sie nahm das Mädchen zu sich. Es war ein schönes Gefühl am Morgen umarmt zu werden, das strahlende Lächeln ihrer Kleinen zu sehen, wenn sie da war.

Rafael war bei Konrad gewesen, hatte sich Rat geholt was eine Ehe mit ihr anging. Wenn sie es bisher nicht hatte glauben können, das es ihm ernst war, jetzt war sie sich mehr als sicher. Er wollte sie wirklich, mit all den Macken die er nur zu genüge kennen gelernt hatte. Sie liebten einander, und sie wollten den Weg gemeinsam weitergehen. Einen Moment kam ihr ein Satz in den Sinn, der sie lächeln ließ. „Fürchte dich nicht, denn nun sind wir zu zweit“ murmelte sie leise. Ja, bei ihm konnte sie sein wie sie war, sie konnte toben, wüten, schimpfen. Doch niemals hatte sie vor ihm geweint, bis zu jenem Morgen im Kloster. Am Baum hatte sie ihm gesagt was sie bedrückte, das sie sich selbst nicht länger mit all dem in Einklang bringen konnte, wofür das Reich stand. Sie die Tugenden nicht länger mit dem in Einklang bringen konnte, was man von ihr erwartete. Er hielt sie fest. Still und verständnisvoll.

Tanz, tanz, tanz – Das Feuer brennt in Dir
Tanz, tanz – Du wirst die Wärme spür’n
Tanz, tanz, tanz – Die ganze Nacht gehört Dir
Tanz, Tanz – Voll Leidenschaft und Gier

Sie hatte begonnen sich selbst zu suchen, ihre eigenen Stärken, die Schwächen zu betrachten, zu reflektieren und schlussendlich ihr Leben neu zu ordnen. Das kleine Haus in Berchgard war ein Glücksfall gewesen, die Einrichtung hatte ihr viel Freude bereitet und das Gelächter das seither bis in die frühen Morgenstunden durch die Räume hallte hatte sein übriges dazu getan, den Schatten auf ihrem Herzen beinahe vertrieben. Aber nur beinahe.

Die Beziehung mit Rafael war inniger geworden, mehr von gegenseitigem Verständnis geprägt, und wann immer sie die Zeit fanden, berührten sie sich flüchtig, küssten sich leicht, oft nur im vorbei gehen. Es genügte beinahe. Aber nur beinahe. Sie war hungrig geworden, hatte in seinen Armen die ersten Möglichkeiten, die ersten Leidenschaften erfahren und entdeckt, nun wollte sie mehr, wollte ihn ganz. Wie oft hatten sie darüber gesprochen warten zu wollen? Wie oft hatten sie kurz vor dem letzten entscheidenden Schritt inne gehalten, schwer atmend und mit hart schlagenden Herzen? Beide wussten, das es nur eine Frage der Zeit war, nur ein Augenzwinkern zu viel bis der letzte Schritt getan würde und sie sich einander hingaben. Doch gab es etwas, das auf keinen Fall geschehen durfte. Sie sprach es nicht laut aus, doch sie wollte nicht das ihrer beider Kind endete wie Rhys. Ihr Sohn würde den Namen seines Vaters tragen.

Sie sprach mit Sarah. Sie begann den Tee zu nehmen der eine Schwangerschaft vermeiden würde, bis sie beide bereit dazu waren, bis sie seine Frau war. Sie wusste worauf all das hinaus lief und wollte alle nur erdenklichen Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Von allen Fesseln befreit
Zu jeder Schandtat bereit
Kein Weg ist jetzt zu weit
Haben noch so viel Zeit
Dreh dich mit mir die ganze Nacht
Ein Schritt nur dann ist es vollbracht

War es immer so, oder lag der Frieden, die tiefe Entspannung die sie spürte an ihm? Vorsichtig, um den Mann an ihrer Seite nicht zu wecken, bewegte sie sich, verzog beinahe unverzüglich das Gesicht. Es zog. Nicht unangenehm, nicht so sehr wie wenn sie es mit den Übungen übertrieb, doch deutlich. Erstaunlicher Weise ließ das ziehende Gefühl in ihrem Körper ein beinahe grimmiges Lächeln über ihr Gesicht huschen. Nicht wie sie es geplant hatten, doch unvergesslich und wunderschön.

Wut ist Leidenschaft sagten manche, und inzwischen war sie sich der Bedeutung dieser Worte bewusst. Sie waren wütend aufeinander gewesen, gierig nacheinander, hungrig. Sie waren bestrebt gewesen sich den jeweils anderen zu eigen zu machen und hatten dabei vergessen, was sie eigentlich längst wussten. Niemand konnte den anderen besitzen ohne selbst besessen zu werden. Sie hatten sich zerbissen, zerkratzt und sich ineinander verkrallt, völlig gefangen in einem Taumel aus Wut und Begierde. Wann war der Punkt gekommen an dem er in ihr gewesen war? Wann hatten sie begonnen sich nicht mehr entgegen gesetzt, sondern miteinander zu bewegen?

Eine weitere Fessel war gesprengt, eine weitere Barriere durchbrochen worden als sie sich einander hingegeben hatten. Sie konnte nicht von ihm lassen, konnte das geschehene nicht bereuen. Nur immer wieder seinen Namen flüstern… Bis sie am Ende der Nacht nicht einmal mehr das konnte und erschöpft in seinen Armen eingeschlafen war. Sie brannte lichterloh, hatte das Gefühl mit ihm an der Seite alles erreichen zu können.

Tanz, tanz, tanz – Das Feuer brennt in Dir
Tanz. Tanz – Du wirst die Wärme spür’n
Tanz, tanz, tanz – Die ganze Nacht gehört Dir
Tanz, tanz – Voll Leidenschaft und Gier

Endlich lag wieder ein Weg vor ihr. Sie konnte klar sehen was sie tun wollte… und was nicht. Sein Ring an ihrem Finger gab ihr Halt, seine Liebe zu ihr gab ihr Mut. Nun wurde es Zeit sich selbst und allem was sich ihr entgegen stellen mochte die Stirn zu bieten. Nicht für ihn. Nicht für Nyome. Nicht für Varla, Cedric oder ihren Bruder. Aber für sich selbst.

Eine seltsame Nacht

Wie automatisch blies er die Kerzen aus die den Tisch schmückten.
Warum war er jetzt entäuscht, irgendwie leer statt sich zu freuen das er einen weiteren Tag “stark” geblieben war ohne sich ihr zu weit zu nähern, ihr gar mehr als nur Küsse zu rauben.
Er ließ sich auf den Stuhl am Tisch fallen, riss sich den Kragen seines Hemdes auf, und blickte auf die Teller die sich noch auf dem Tisch befanden.
Ein Essen zu Zweit hatte es werden sollen.
Elfenwein dazu … eine Rose…. gar die Laute hatte er wieder vorgeholt.
Was hatte er überhaupt gewollt?
Corinne …
Er wollte sie bei sich haben um sich. Immer wenn er es wollte in ihr Augen sehen.
Stattdessen war Markwart dazu gekommen.
Das Essen für zwei auf ein Essen für drei ausgedehnt worden.
Natürlich war der Abend… nett gewesen. und doch wäre er ebenso gerne mit ihr alleine gewesen.
Der Streit vom Vortag war vergessen.
Sie waren beide sehr aufbrausende Menschen und doch war am nächsten Tag so vieles wieder gut, was blieb war die Sehnsucht nach ihr gewesen.

Noch einmal blickte er auf das Schlachtfeld auf dem Tisch, dann ging er hinab zu seinem Schlafraum, Vorsichtig über die Rosen hinwegsteigend die er überall hin verteilt hatte, riss er sich müde das Hemd vom herab, warf es einfach irgendwohin, die Stiefel folgten und müde wie er war ließ er sich einfach rücklings auf das Bett fallen.
Die Arme hinter dem Kopf verschränkend, blickte er in das Dunkle des Zimmers an die Decke hinauf.
Die Ruhe tat ihm gut, dennoch schwirrte ihm so vieles durch den Kopf.
Sie war ein Sturrkopf …
Er hatte sich längst in sie verliebt.
Sie brachte ihn zur Weissglut.
Er liebte sie.
Sie war wir er … sie liebte die normalen Menschen genauso wie er und doch fehlten ihr einige Erfahrungen die er gemacht hatte, um doch einige abstriche zu machen.
Er konnte ihr das alles nicht wirklich vermitteln, er musste sei ihre eigenen Erfahrungen machen lassen…
Wäre da nicht das Problem das er sich um sie Sorgte, und das viel zu sehr.
Das sie ihm gestern gesagt hatte das Vallas sie schützte, weil er sie ja einfach hatte stehen lassen, hätte ihn gestern fast platzen lassen vor Wut vor verletzter Eitelkeit.
Wie gerne würde er sie beschützen. Vor allem und jedem, doch sie selber wäre die Letzte die sich in Watte packen lassen würde.
Er schmunzelte. “Wildkatze!” murmelte er halblaut und verlor sich in den Gedanken ob sie in allem so sein würde, die Vorstellung berauschte ihn, alleine schon wenn er sie in den Armen hielt war es für ihn als wäre alles in Ordnung.

Er wollte gerade nach der Decke greifen, als ein Geräusch ihn aufhorchen ließ.
Ein Schaben … Schritte…
Die Augen aufreissend, schwang er sich aus dem Bett.
Den Mytril Zweihänder hervornehmend, schlich er leise zur Tür, was ihm ohne Rüstung, halbnackt wie er war nicht schwer fiel.
Wieder die Schritte, eine Treppenstufe knarrte, doch schienen die Schritte hinauf zu führen.
Er atmtete tief ein.
Vielleicht Corinne … Ira… Rahel, Markwart … oder einer seiner Gegner. Rahal, Rabendiener, Letharen …
Er konnte es einfach nicht einschätzen, und verfluchte sich gerade das nichts im Keller hatte was einigermaßen als Rüstung genutzt werden konnte.
Gut, vielleicht war es auch nur ein einfacher Einbrecher, doch dann wäre es ein sehr sehr dummer und bald toter Einbrecher.
Noch einmal horchte er dann öffnete er die Tür.
Sein Vorzimmer war dunkel, nur matt erhellt von dem Schein des Kamins.
Er wusst genau welche Treppe knarrte so überstieg er jene… innehaltend, sich umdrehend und verwundernd bemerkend das die Rosen die überall afu dem Boden verstreut waren fort waren.
Weiter schlich er hinauf, diesmal mit einem sehr mulmigen Gefühl.
Auch hier war alles ruhig doch die Aussentür stand weit auf.
Er entschied sich dafür hinaus zu treten und dann sah er sie.

Corinne.
Sie stand da, einer der Piraten hinter ihr das hämische Grinsen im Gesicht vom Mondschein noch bestrahlt als würde er von zig Kerzen beleuchtet. Das Messer an ihrer Kehle saß so eng das sich bereits Blutstropfen an der Klinge befanden.
Das Schwert entglitt fast seinen Händen, ihm wurde Flau im Magen.
“Das Schwert runter.” rief jemand aus der Dunkelkheit und wie mechanisch gehorchte er , den Blick nicht von der Hochedlen lassend.
Sein Herz pochte als wolle es seine Brust sprengen.
Vallas…
Diese Stimme gehörte Vallas.
Doch was sollte er tun?
Da war Corinne…
Einfach vorstürmen den Mann erschlagen … oder …
Er ließ das Schwert sinken.
Sein Blick suchte den der Geliebten.
Gemeinsam würden sie es schaffen, er überlegte ihr Zeichen zu geben, ging einfach weiter auf Beide zu, da durchbrach ein Schuss die Stille der Nacht.
Er fühlte den Schlag gegen seine Schulter… spürte wie es ihn nach hinten warf, so wie damals am Grab der Heiligkeit.
Dann sackte er auf die Knie.
“So wir können gehen meine Geliebte Corinne.” hörte er Vallas Stimme noch dann durchbrach ein weiterer Schuss die Nacht und er hörte ihr lautes Neeeeeeeeeein, das in das Seine überging und mit dem er Schweissgebadetet aufwachte und hochfuhr.

Sofort schwang er sich aus dem Bett.
Noch immer schwer atmend mit klopfendem Herzen.
Runedur lag wie immer Griffbereit vor seinem Bett, und es war still im Hause.
Nur Falk bellte ab und an gelangweilt.
Rafael brauchte einige Minuten um wirklich aus diesem Traum zu erwachen, ihn ab zu schütteln.
Er nahm ihren Schal, sog ihren Duft ein und versuchte die unstillbare Sehnsucht die ihn nach ihr erfasste zu unterdrücken.
Er trat langsam hinaus in den Vorraum, auffluchend als er mit nacktem Fuß in die Dornen einer Rose trat, und nun hüpfte er eher die Treppe hinauf als das er ging.
Sich den Dorn aus dem Fuß ziehend trat er in de Küche und stutzte.
Das Chaos auf dem Tisch war beseitigt.
Fein Abgewaschen stand das Geschirr wieder an seinem Platz.
Irgendwie überkam ihn Panik, und er dreht sich etwas irritierend, bis er den frisch gebackenen Kuchen auf dem Tisch sah.
Und aufatmend, ließ er sich auf den Stuhl fallen.
Yette …
welch Gute Seele, aber gut das sie nicht vorfand was sie genausogut hätte vorfinden können.

Bedenke deine Wünsche gut

Alles in ihrem Kopf drehte sich. Sie war noch immer wie von Sinnen, berauscht von seinen Küssen, seinen Zärtlichkeiten. Sein Geruch hatte sich in ihre Seele gebrannt, sie hatte ihn vermisst sobald sie sich wieder von ihm trennen musste, doch diesmal war er um sie herum gewesen, seine Wärme und die Geborgenheit in seinen Armen hatten ihr einen ruhigen Schlaf gebracht. Sie gehörte zu ihm, das war ihr nun klar. Klarer noch, als es in dem Moment war, in dem sie ihm verraten hatte, das sie sein Werben akzeptieren würde. Sie war sich seiner nun sicherer, hatte mehr vertrauen in das, was seine Augen, seine Gesten ihr schon längst gesagt hatte, ihre Angst allerdings verleugnet hatte.

Deshalb war es Rahel gelungen, in das zarte, gerade im Entstehen begriffene Band hinein zu funken. Wieder und wieder hatte sie ihr Dinge gesagt, die sie verletzt hatten. Zu wissen, dass sie Jahre lang sein Bett geteilt hatte und zu hören wie wunderbar es für ihn gewesen sei waren zwei verschiedene Dinge. Zu wissen, das sie ihm einen Sohn geboren hatte, und zu hören wie sehr ihm das Kind ähnelte, was sie ihm damit angetan hatte, den Jungen außer Landes gebracht hatte waren ebenfalls zwei verschiedene Dinge. Es war ein Unterschied zu wissen, das sie nicht die erste war oder es ständig unter die Nase gerieben zu bekommen. Wunde auf Wunde hatte es ihrem Herzen zugefügt, einem Herzen, das sich nur zögernd, langsam zu öffnen begann.

Sie hätte niemals zulassen dürfen, das sie wegen ihr auseinander gingen, im Streit. Doch auch in ihrem Herzen war nur Platz für die Wut gewesen, die seit Tagen unaufhörlich schwelte und wuchs. Wut auf all das, was Rahel gehabt hatte, und was ihr verwehrt blieb. Nicht einmal das sanfte, mahnende Streicheln der Feder auf der Haut hatte sie noch ertragen, also nahm sie sie ab. Einige Stunden allein würden sie wieder beruhigen, dazu bringen, das sie zu ihm gehen und sich entschuldigen konnte, das wusste sie. Doch dazu kam es nicht. Sie ging nach Varuna, hoffte, dass der Schmerz den man ihr dort zufügen könnte den Schmerz in ihrem Inneren, den Schmerz beim Gedanken ohne ihn zu sein, betäuben konnte. Es gelang nicht. Gab es überhaupt irgend etwas, das diesen Schmerz betäuben konnte? Gab es etwas, das sie davon ablenken konnte, das sie nicht ohne ihn leben wollte?

Sie brauchte einen Vorwand um ihn zu sehen, einen Vorwand um sich ihm zu nähern, zu sehen ob es noch etwas zu retten gab. Remus. Sie würde ihm sagen, dass sie ihm Remus zurück bringen wollte. Wenn es tatsächlich beendet war, wenn es nichts mehr zwischen ihnen gab, dann würde er Remus ohnehin zurück bekommen. Wenn allerdings noch alles offen war… nun, dann würde das Pferd zumindest dafür sorgen, dass sie miteinander sprachen. Jedenfalls hoffte sie das, und dieses mal trog die Hoffnung sie nicht.

Mit ihm allein zu sein, mit ihm zu sprechen, war selbst nach all der Zeit noch ein Geschenk für sie. Allein seine Stimme ließ sie jedes mal wieder wünschen er würde… nein. Für den Moment verbiss sie sich den Gedanken. Es ging nicht, er würde nicht. Sie versuchte sich mit einem Scherz aus der Affäre, aus dem wirbelnden Zustand der Begierde nach ihm heraus zu ziehen in dem sie ihn nach der Rüstung fragte. Er zeigte es ihr.

Seine Küsse, seine Berührungen brachten sie tiefer in einen Rausch als es jeder Alkohol vermocht hätte. Zu berühren, worauf sie bisher nur flüchtige Blicke erhascht hatte, sensibilisierte sie noch mehr für ihn. Sie wollte ihn berühren, streicheln, liebkosen, jede andere von ihm herunter und aus seinen Erinnerungen streicheln, bis nur noch Platz für sie war. In seinem Herzen, in seinen Gedanken. Sie wollte das er ihr gehörte, mit Leib und Seele. Aber man sollte bedenken was man sich wünscht, nicht wahr?

Seine Finger auf ihrer Haut, seine Lippen die die Stellen liebkosten, an denen sie ihn in ihren geheimsten Träumen hatte spüren wollen. Mit jeder Berührung zeigte er ihr, das ihr Wunsch in Erfüllung gegangen war, und mit jeder Berührung nahm er sie weiter in Besitz. Sie brannte unter seinen Händen, seinen Lippen, und obwohl die Zärtlichkeiten die sie einander schenkten den Hunger nacheinander oberflächlich stillten, war es danach nur noch schlimmer. Sie brannte noch immer, wollte ihn noch mehr als zuvor, begehrte ihn noch mehr als zuvor. Zum ersten Mal verspürte sie den drängenden Wunsch, sich ihm hinzugeben.

War das die Lektion? Sie konnte ihn nicht haben, ohne das er sie vollständig und absolut in Besitz nahm? Würde das Verlangen nach ihm, seiner Zärtlichkeit, seiner Nähe noch schlimmer werden? Wie sollten sie das aushalten? Und was würde geschehen, wenn sie diesen Hunger aneinander stillen konnten?

Als sie in seinen Armen einschlief, geborgen und in Sicherheit, fielen alle Zweifel von ihr ab. Ja, das war es was sie wollte. Am Nächsten Morgen erwachte sie von seinen Küssen. Blumengeruch und den Seinen in der Nase. Alles andere war unwichtig. Nur er zählte. Allein er…